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  • Vorweg die 5 wichtigsten Tipps

    • Winterschuhe haben in der Regel einen hohen Schaft. Er wärmt und verhindert das Eindringen von Schnee.
    • Als Obermaterial kommt meist Leder zum Einsatz. Es gibt dem Fuß Halt und Stabilität bei Schnee und Eis.
    • Das Innenfutter von Winterschuhen ist meist dicker und wärmt dadurch die Füße.
    • Winterschuhe müssen wasserdicht sein. Eine Membran wie Gore-Tex oder EcoShell ist hier Pflicht.
    • Schuhe für den Winter benötigen eine griffige Sohle mit einem markanten Profil.

    Wenn Du es ausführlicher wissen möchtest, kannst Du nun den ganzen Artikel lesen.

  1. Was ist ein Winterschuh?
  2. Welche Arten von Winterschuhen gibt es?
  3. Winterschuhe – worauf achten?
  4. Die richtigen Socken gegen kalte Füße
  5. Weitere Ausrüstung beim Winterwandern

Du wanderst durch eine märchenhaft verschneite Landschaft und fühlst Dich rundum wohl. Deine Füße sind warm, Du hast trotz Schnee und Eis guten Grip – so soll es sein.

Winterwandern und Schneeschuhtouren können der pure Genuss sein. Allerdings tritt oft ein Spaßverderber mit auf: kalte Füße. Wenn die Zehen klamm oder sogar taub werden, ist es mit der Winterfreude schnell vorbei. Mit der richtigen Ausrüstung für Winterwandern lässt sich das vermeiden. Neben der passenden Kleidung spielen dabei vor allem die Schuhe eine Rolle. Und zum Wandern im Winter gibt es spezielle Winterwanderschuhe.

Schuhe zum Winterwandern zeichnen sich unter anderem durch eine gute Isolierung und einen hohen Schaft aus. Hier der HANWAG Banks Snow GTX.

1. Was ist ein Winterschuh?

»Für winterliche Outdoor-Aktivitäten gibt es eigens dafür entwickelte Schuhe. Sie zeichnen sich vor allem durch einen hohen Schaft, eine Isolierung sowie durch besonders rutschfeste Sohlen aus«, erklärt Bettina Haag, Designer R&D bei HANWAG. So schützen Dich Winterschuhe vor kalten und feuchten Füßen und geben zugleich Sicherheit beim Wandern durch Schnee und Eis.

2. Welche Arten von Winterschuhen gibt es?

Winterschuhe sind nicht alle gleich. Vielmehr gibt es auch hier Modelle für verschiedene Einsatzbereiche. Die Bandbreite reicht von Modellen für Spaziergänge über geräumte Wege, für gemäßigte Winterwanderungen in der Natur bis hin zu Schuhmodellen für anspruchsvolles Wintertrekking mit schwerem Gepäck in weglosem Gelände.

Als Besonderheit kommt der Einsatz in Kombination mit Schneeschuhen hinzu. »Dafür geeignete Winterwanderschuhe haben in der Regel ein festes Obermaterial, damit die Schneeschuhriemen nicht auf den Fuß durchdrücken«, erklärt Bettina. Hilfreich ist auch eine spezielle Leiste oder Lasche an der Ferse, die das Abrutschen des hinteren Schneehschuhriemens verhindert.

Hanwag Bluestrait ES der ideale Schuh für einen Spaziergang im Winter

Dein Begleiter für den Spaziergang im Winter

Ob Gassigehen mit dem Hund an einem kalten Dezembermorgen oder eine leichte Wanderung durchs Winter Wonderland: Der neue HANWAG Bluestrait ES ist ein universeller Begleiter für die kalte Jahreszeit. Mit wärmendem Futter, einer rutschfesten Sohle und wasserdicht dank der nachhaltigen EcoShell Membran.

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3. Winterschuhe – worauf achten?

Winterschuhe haben eine Reihe von Merkmalen, die sie von normalen Wanderschuhen unterscheiden. Hier sind die vier wichtigsten:

Schaft und Obermaterial von Winterwanderschuhen

Wie bereits angesprochen, haben Winterschuhe in der Regel einen hohen Schaft, der weit über den Knöchel hinausragt. Neben der Wärmewirkung hat das vor allem zwei Vorteile:

  • Ein hoher Schaft verhindert das Eindringen von Schnee in den Schuh.
  • Und er verleiht Stabilität im Fußgelenk. Das ist wichtig, um auf holprigen Winterwanderwegen nicht umzuknicken. Außerdem erleichtert ein stabiler Schuh das seitliche Eintreten in den Schnee sowie das Stabilisieren von Schneeschuhen.

Winterschuhe für Extremtouren, aber auch manche Winterlaufschuhe haben als Schaftabschluss eine eng anliegende Gamasche. Sie verhindert das Eindringen von Schnee, wird aber von manchen beim Gehen als störend empfunden. Alternative: Gamaschen zum Drüberziehen in den Rucksack und bei Bedarf anlegen.

Das nach außen liegende Material eines Schuhschafts nennt man Obermaterial. Hier kommt bei Winterwanderschuhen häufig Leder zum Einsatz. Denn Leder ist sehr robust. Es steckt scharfkantige Eiskristalle ebenso gut weg wie scheuernde Schneeschuhriemen (–> Mehr erfahren: 5 Gründe für Wanderschuhe aus Leder). Deshalb sind Winterschuhe aus Leder erste Wahl für anspruchsvolle Wanderungen und Trekkings.

Vor allem die etwas leichteren Winterschuhe für gemäßigte Einsätze haben neben Lederpartien auch Einsätze aus Synthetik im Obermaterial. Diese textilartigen Materialien sind leichter, flexibler und besonders atmungsaktiv. Robuste Fasern wie Polyamid sorgen zudem für ausreichend Schutz vor dem Durchscheuern oder vor Beschädigungen.

Bettina Haag von Hanwag Expertin für Winterwanderschuhe

»Ein Winterstiefel muss in jedem Fall wasserdicht sein. Dafür sorgt in der Regel eine eingebaute Membrane.«

Bettina Haag, Designer R&D bei HANWAG

Egal, ob Leder oder Synthetik: Der Schaft eines Winterstiefels muss in jedem Fall wasserdicht sein. Dafür sorgt in der Regel eine eingebaute Membrane wie Gore-Tex oder EcoShell. Sie ist nicht nur wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv. Schwitzfeuchtigkeit kann also nach außen gelangen. Das verhindert Nässe im Schuh, was im Winter besonders wichtig ist. Denn bei niedrigen Temperaturen sind feuchte Füße die unmittelbare Vorstufe zu kalten Füßen.

Wichtig zugleich für dauerhaften und zuverlässigen Nässeschutz: die Winterschuhe regelmäßig pflegen und imprägnieren. (–> Wanderschuhe reinigen und pflegen)

Schuhe für Schneeschuhe Hanwag Banks Snow Lady GTX

Unsere Schuhe für Schneeschuhe

Der HANWAG Banks Snow GTX (im Foto das Damenmodell) ist der Winter-Allrounder für jede Draußenlebenslage von November bis April. Wasserdicht, top gegen Kälte isolierend, mit extra hohem Schaft gegen Schnee-Eintritt und mit einer Schneeschuhriemen-Auflage an der Ferse. Das robuste Material verhindert ein Durchdrücken der Schneeschuh-Riemen

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Warme Füße im Winter dank Isolierung

Bei Winterschuhen gibt es mehrere Wege, um die Füße warm zu halten:

  • Viele denken zunächst an gefütterte Winterschuhe. Tatsächlich bietet das Innenfutter eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Füße warm zu halten. Sie reichen von flauschigem Lammfell bis hin zu einem dickeren Innenfutter mit wasserdichter Membran.
  • Bei manchen Winterschuhen ist eine isolierende Materialschicht quasi als Kältedämmung im Schaft zwischen Obermaterial und Innenfutter verbaut – wie bei unserem Expeditionsstiefel HANWAG Abisko GTX das innovative Isolations-Vlies G-Loft Fit.
  • Auch in der Zwischensohle kann isolierendes Material verbaut werden.
  • Last but not least die Innensohle: Unser neuer Winterschuh HANWAG Bluestrait ES beispielsweise kommt mit einer Einlegesohle mit hohem Anteil an Merinowolle. Sie wärmt die Füße von unten und hemmt zugleich Gerüche.
Schuhe für extreme Kälte Hanwag Abisko GTX

Unsere Schuhe für extreme Kälte

Mit dem HANWAG Abisko GTX kannst Du Dich getrost in den hohen winterlichen Norden wagen. Wasserdicht und dank G-Loft Fit bis minus 49 Grad kälteisolierend. Ein expeditionstauglicher Winterstiefel fürs Extreme, eigens entwickelt für die Fjällräven Polar Experience. Ab in die Kälte!

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Bettina Haag von Hanwag Expertin für Winterwanderschuhe

»Die Laufsohlen von Winterwanderschuhen haben ein besonders ausgeprägtes Profil mit markanten Stollen und Lamellen.«

Bettina Haag, Designer R&D bei HANWAG

Wandern bei Minusgraden verlangt extra guten Grip

»Die Laufsohlen von Winterwanderschuhen haben ein besonders ausgeprägtes Profil mit markanten Stollen und Lamellen, die sich in den Schnee beißen«, erklärt Bettina. Manchmal sind zusätzlich Glasfaser- oder Mineral-Partikel in das Sohlengummi eingearbeitet, die wie winzige Spikes die Traktion auf Schnee und Eis verbessern. Auch die Gummimischung sollte an die kalten Temperaturen angepasst sein und nicht verhärten. (–> Das A&O für rutschfeste Schuhe)

Den Charakter einer Sohle prägt aber auch die Zwischensohle. Sie ist bei Schuhen für Schneewanderungen oder Schneeschuhtouren eher auf der steifen Seite. Denn auf schneebedecktem Untergrund hilft ein stabiler Sohlenaufbau beim Aufkanten und präzisen Treten.

Die richtige Größe und Passform bei Winterschuhen

Bei Winterschuhen ist es besonders wichtig, sie nicht zu klein zu kaufen. Denn wenn die Schuhe zu eng geschnitten (oder zu eng geschnürt) sind, werden die Füße schlechter durchblutet und damit schneller kalt. Gerade Winterwanderschuhe sollte man deshalb ruhig eine halbe oder eine ganze Nummer größer kaufen.

Damit die Füße seitlich genug Platz haben, werden Winterwanderschuhe häufig mit einem breiteren Leisten geschnitten. Allerdings solltest Du es mit der seitlichen Luft nicht übertreiben. Denn mit allzu breiten Schuhen fällt es schwer, die Sohlen in den Schnee zu rammen oder Schneeschuhe zu stabilisieren.

Im Video: So findest Du die richtige Schuhgröße

  • Erklärung: Warum werden die Füße so schnell kalt?

    Temperaturschwankungen an den Gliedmaßen sind nichts Außergewöhnliches. Der menschliche Organismus arbeitet wie ein Thermostat. Fällt die Außentemperatur, verengen sich die Blutgefäße der Extremitäten, um das Gehirn und die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte weiter auf idealer Betriebstemperatur zu halten. Dabei sinkt die Temperatur in den Füßen und in den Händen.

    Wenn Du gefühlt immer kalte Füße hast, kann das auch die Folge gesundheitlicher Probleme sein: etwa bei Herzschwäche, Diabetes oder starkem Rauchen. In all diesen Fällen ist die Durchblutung gestört.

    Und: Frauen leiden öfter unter kalten Füßen als Männer. Denn für die Produktion von Körperwärme ist die Muskulatur entscheidend. Während Muskeln bei Männern durchschnittlich 40 Prozent der Körpermasse ausmachen, sind es bei Frauen nur 23 Prozent. Eine weitere Rolle spielen Hormone: Östrogen und die Schilddrüsenhormone sorgen bei Frauen für einen niedrigeren Energie-Grundumsatz.

  • Vorbeugung: Was hilft gegen kalte Füße?

    Zwei Faktoren fördern das Abkühlen. Indem Du sie vermeidest, kannst Du kalten Füßen vorbeugen:

    • Mangelnde Aktivität: Je weniger intensiv man sich bewegt, desto schneller fällt die Temperatur ab. Jäger kennen das Problem beim Ansitzen im Winter. Deshalb sind warme Schuhe mit einer möglichst guten Isolation gerade bei der Jagd Gold wert. Bei Müdigkeit fahren die Körperfunktionen ebenfalls herunter, und die Wahrscheinlichkeit zu frieren steigt.
    • Feuchtigkeit: Sie verstärkt das Kältegefühl. Wie beim Schwitzen kühlt Feuchtigkeit auf der Haut den Körper ab. Deshalb ist es wichtig, die Füße möglichst trocken zu halten. Beim Wandern ist das gar nicht so einfach. Denn die menschlichen Füße sondern pro Stunde rund 50 ml Schweiß ab. Bei einer fünfstündigen Tour macht das einen Viertelliter. Kein Wunder also, wenn Socken und Schuhe während einer Tour feucht werden.
  • Behandlung: Kalte Zehen – was tun?

    Hier ein paar Tipps zur schnellen Hilfe auf Tour:

    • Intensive Bewegungen wie Hüpfen, Laufen auf der Stelle, Beinschwingen oder ein paar kurze Sprints aktivieren die körpereigene Wärmepumpe wieder.
    • Fußmassage: Am besten an einem warmen Ort, in einer Hütte oder im Zelt die Schuhe ausziehen und die Füße massieren. Das löst auch Verspannungen, die die Durchblutung behindern.
    • Warme Getränke: Eine warme Suppe oder warme Getränke helfen auch bei Kälte. Bei Wanderungen hält eine Thermoskanne Suppen oder Tee lange heiß. Gewürze wie Ingwer, Koriander, Chili, Kreuzkümmel oder Zimt stimulieren die innere Heizung. Den Flachmann lässt Du besser zuhause. Denn Alkohol weitet die Blutgefäße, wodurch Körperwärme verloren geht.
    • Vorsicht vor Erfrierungen! Bei Erfrierungen bildet sich Eis im Gewebe. Erste Anzeichen sind eine weißliche Verfärbung der Haut und Gefühllosigkeit. Starke Erfrierungen stellen ein ernsthaftes Problem dar. Im schlimmsten Fall kann eine Amputation erforderlich sein.
    • Wichtig: Bei Erfrierungen und Unterkühlung langsam aufwärmen. Die betroffenen Partien keinesfalls durch starke Hitze (am Feuer, am Ofen, mit dem Föhn) erwärmen. Erfrorene Körperteile nicht mit Schnee einreiben. Durch Erfrierung entstandene Blasen nicht öffnen.
Frauen leiden öfter unter kalten Füßen als Männer. Mangelnde Aktivität dürfte bei dieser Winterwanderin aber nicht der Grund dafür sein.
Bettina Haag von Hanwag Expertin für Winterwanderschuhe

»Neben den Schuhen haben auch die Socken einen entscheidenden Einfluss auf die Temperatur der Füße.«

Bettina Haag, Designer R&D bei HANWAG

4. Die richtigen Socken gegen kalte Füße

»Neben den Schuhen haben auch die Socken einen entscheidenden Einfluss auf die Temperatur der Füße«, betont Bettina. Passform, Feuchtigkeitsmanagement und Wärmeisolation von Wanderschuhen lassen sich damit feinjustieren und ergänzen.

Die besten Ergebnisse erzielen Socken mit einem Material-Mix aus Merino-Wolle und Kunstfaser. Die Wolle hält warm – bis zu einem gewissen Grad auch in feuchtem Zustand. Die Kunstfasern wiederum helfen, die Feuchtigkeit vom Fuß weg nach außen zu transportieren. (–> Kaufberatung Wandersocken)

Jede Menge Know-how für Deine Outdoor-Erlebnisse – dafür steht das HANWAG BOOTCAMP. Siehe dazu auch die How-to-Videos auf unserem YouTube-Kanal.

5. Weitere Ausrüstung beim Winterwandern

Neben den Schuhen und Socken gibt es einige weitere Helfer, die Deine Füße trocken und warm halten:

  • Gamaschen: Sie verhindern das Eindringen von Nässe und Schnee in den Schuh und helfen so, die Füße trocken zu halten.
  • Isolierende Innensohle: Eine zusätzliche dünne Isolationssohle (zum Beispiel mit reflektierender Alu-Beschichtung) unter der Innensohle verhindert, dass bei tiefen Temperaturen die Kälte von unten in die Füße kriecht. Achte dabei darauf, dass der Schuh ausreichend Volumen hat. Wird der Schuh durch die Sohle zu eng, leidet die Durchblutung der Füße, und der Wärmeeffekt ist dahin. Außerdem leidet die Passform des Schuhs, wenn Du untenrum zu dick aufträgst. Evtl. sitzt dann die Ferse nicht mehr perfekt, was zu Blasen führe kann.
  • Schuhheizung: Bei sehr kaltem Wetter sorgt eine Schuhheizung mit beheizbarer Innensohle für warme Füße im Winter.
  • Kosmetikprodukte: Vor oder nach einer Tour hilft wärmender Fußbalsam, die Durchblutung zu verbessern.

Fazit: Mit der richtigen Ausrüstung verringerst Du spürbar die Gefahr von kalten Füßen.

Nicht zuletzt solltest Du auf ausreichend isolierte Schuhe achten. Es gibt Modelle für jeden Temperaturbereich. Damit ist der Weg frei für wohltemperierte Outdoor-Aktivitäten auch in der kalten Jahreszeit.

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