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»Wer schnell durch die Natur hetzt, dem wird das Meiste entgehen. Wer jedoch ein wenig kindlichen Forschergeist mitbringt, der wird überrascht sein, wie viel man auf wenigen Metern zu Fuß entdecken kann.«

Dieser Satz ist für Wolfgang Schreil – alias ›der Woid Woife‹ – mehr als ein banaler Kalenderspruch. Es ist seine Lebensweisheit. Und das nicht erst, seitdem er in der TV- Sendung ›Anna und der Wilde Wald‹ den Zuschauern seine Heimat, den bayerischen Wald, mit all seinen Details zeigen durfte.

Im Arberwald bei Bodenmais ist er zu Hause. Stundenlang streift er durch die Bäume des deutschen Mittelgebirges und entdeckt auf seinen Wanderungen immer wieder spannende Dinge.

Meist sind es die Tiere im Wald, die ihn interessieren. Auf Lichtungen, deren Zugang oft nur er kennt, beobachtet er Hirschen bei der Brunft. Oder entdeckt Schlangen in unauffälligen Pfützen. »Schon als Kind habe ich Bücher über Tiere verschlungen und ihre Verhaltensweisen auswendig gelernt.«

Der Woid Woife sieht, was andere nicht sehen. Oder besser: was viele verlernt haben, zu sehen.

»Wer sich auf den Wald einlässt, wird in ihm großartige Momente finden.«

Der mit den Vögeln zwitschert

Was genau ihm den Spitznamen ›Wildtierflüsterer‹ einbrachte, das weiß er selbst nicht so recht. »Für mich liegt darin wenig Magisches. Ich habe nur ihr Verhalten über Jahre beobachtet und begegne jedem einzelnen Tier im Wald unvoreingenommen.«

An seinem Zweitwohnsitz, einem einfachen Bauwagen am Waldrand, kann er in Ruhe die Tiere beobachten, die sich in seine Nähe wagen. Und das sind einige. Mit gespitzten Lippen trällert er los. Aufgeregtes Zwitschern schallt zurück. »Jetzt wissen die Vögel Bescheid, dass ich da bin und es etwas zu fressen gibt.«

Trotz strömendem Regen herrscht schnell reges Treiben an den Futterstationen. Es wirkt fast so, als würden sich alle Waldtiere Deutschlands plötzlich aufmachen, um etwas von Wolfgang Schreils Leckerein abzustauben.

Dass er eines Tages sein Wissen und seine Leidenschaft über und für diesen Lebensraum mit Besuchern aus ganz Europa teilen darf, das hatte er nicht erwartet.

Im Video: Auf Erlebniswanderung mit dem Woid Woife

Wer Tiere im Wald fotografieren will, muss Ruhe und Geduld mitbringen. Und bereit sein, stundenlang an einem Ort auszuharren.

5 Fragen an Wolfgang

Was bedeutet Glück für Dich?

Gesund und frei zu sein. Lieben zu dürfen. Und diese Liebe auch zurückgeschenkt zu bekommen.

Welchem Tier möchtest Du unbedingt einmal in freier Wildbahn begegnen?

Ganz klar: einem Braunbär! Diesen Wunsch werde ich mir sicher noch erfüllen. In den Karpaten. Warum? Für mich ist der Bär schon immer eines der faszinierendsten und kraftvollsten Tiere überhaupt. Alles an ihm finde ich beeindruckend.

Vor welchem Tier oder welcher Situation hattest Du im Wald schon einmal Angst?

Angst vor einem Tier kann ich eher nicht sagen. Es war eher extreme Ehrfurcht vor einer Bache mit Frischlingen. Angst hatte ich aber auch schon: Ich wollte meine Ruhe und hatte Angst, dass mich an diesem Ort Menschen finden. (An. d. Red: mit Augenzwinkern)

Auf was sollte ein Mensch achten, wenn er im Wald zu Fuß unterwegs ist, um Tiere zu beobachten?

Zunächst einmal darauf, die Tiere am besten nicht zu stören. Sich immer passiv zu verhalten und das Wohlergehen der Tiere an erste Stelle setzen. Alles andere kommt dann von alleine.

Was ist Dein Lebensmotto?

So etwas habe ich eigentlich nicht. Mia gfoid einfach das Leben.

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Wolfgangs Lieblingsschuh: HANWAG Yukon

»Wer Tiere im Wald beobachten oder fotografieren möchte, der braucht stabiles und gutes Schuhwerk.« (Wolfgang Schreil)

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