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Vielleicht kann nur einer, der sich der Versuchung der Fremde so vertraut gemacht hat wie Lukas Rinnhofer, seine Heimat wirklich schätzen. Der viele Umwege gelaufen ist, um genau zu wissen, wo er hingehört. Denn es ist ja nicht so, dass die Ferne auf ihn keinen Reiz entfaltet hätte. Zwischen 2001 und 2011 besuchte der Vorarlberger immer wieder das weit entfernte Australien, und zwar jährlich, teils mehrere Monate lang, bis fast zwangsläufig der Gedanke entstand, dorthin auszuwandern. »Aber die Liebe zu den Bergen war zu stark«, sagt Lukas.

So klingt es dann auch stark nach einer Liebeserklärung, wenn der Wanderführer und Bergenthusiast über die Alpen im Allgemeinen und den Bregenzerwald vor seiner Haustüre spricht. Denn ein reines Sportgerät zum Herumturnen, das sind die Berge für ihn nicht, oder: nicht nur. Man könne ja hin und wieder Höhenmeter fressen, er selbst tue das auch mal gerne. Aber der Berg biete so viel mehr, so viel Unterschiedliches, »auch für jene, die kleine Dinge am Wegesrand betrachten«, so Lukas. Bei jeder Witterung sei die Stimmung anders. Er möchte den Menschen die Augen öffnen für die »unglaubliche Vielfalt dieses Ökosystems«.

Die kleinen Dinge am Wegesrand

Augenöffner, Augenblicksammler, Alpenerklärer: Lukas Blick auf die Berge ist der Blick eines ganzheitlich denkenden Generalisten und studierten Biologen. Und auch sein Weg zu letzterem hat mit seinen Intermezzi auf dem fünften Kontinent zu tun. »Wenn mir bei der Matura jemand gesagt hätte, dass ich einmal Biologie studiere, hätte ich nur geantwortet: Nein, sicher nicht.« Denn seinen Abschluss machte er an der Handelsakademie in Bregenz; »klassische Buchhalterausbildung«, so Lukas. Schließlich folgten der Zivildienst, und Reisen, immer wieder Reisen, Nepal, Südamerika, Kalifornien, aber vor allem immer wieder Australien, immer wieder das kleine Dorf ein gutes Stück südlich von Perth an der Südwestküste, mit viel Natur außen herum. Dort bot ein Freund, den er einst auf einer Rucksackreise kennengelernt hatte, Bootstouren im Nationalpark an. »Ökotourismus«, nennt es Lukas.

»Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal Biologie studiere.«

Lukas Rinnhofer

Genau genommen macht er heute ebenfalls genau das: Ökotourismus. Nachdem er schließlich sein lange nicht für möglich gehaltenes Studium der Biologie in Innsbruck – »nach etwas mehr als der Regelstudiumdauer« (Lukas) – im Jahr 2011 abgeschlossen und als Wanderführer am Achensee und Naturparkranger im Karwendel gearbeitet hatte, machte er sich 2014 selbständig. Als Natur-und Wanderführer führt er seitdem Menschen jeglichen Alters, auf Vorträgen und Workshops, ob von Schulen oder aus Unternehmen, durch seine Heimat. Welche er gegen keinen Ort auf dieser Welt eintauschen möchte.

5 Fragen an Lukas

Eines Deiner Hobbys ist das Birdwatching. Ist das nicht vor allem etwas für betagte Engländer?

Das ist ein bisschen ein Vorurteil. Gerade beim Birdwatching ist das Naturerlebnis extrem stark, weil man sehr früh unterwegs ist und noch diese Stille des Morgens genießen kann. Ich merke auch gerade, dass sich da etwas verändert und das Birdwatching immer mehr Leute interessiert, wenn auch nicht die großen Massen. Gerade durch die Corona-Pandemie haben viele Menschen auf einmal die Vogelstimmen registriert. Einfach weil sie durch die Stille genauer hinhören konnten.

Wenn Du die Wahl hast: lieber die Westküste von Australien oder der Bodensee in Vorarlberg?

Mittlerweile ganz klar Bodensee und Vorarlberg. Es gibt viele schöne Plätze auf der Welt, aber Vorarlberg ist einfach: Heimat. Es ist – ob Tag oder Nacht – weitgehend sicher; wir haben ein funktionierendes Bildungs- und Gesundheitssystem, teilweise noch intakte Natur, und durch die Höhenstufen gewissermaßen sämtliche Klimabereiche von Mittelmeer bis ans Nordkap. Wir haben einfach so viele Möglichkeiten auf kleinstem Raum. Wobei ich das gar nicht auf Vorarlberg beschränken möchte, sondern das für mich den ganzen Alpenraum umfasst. Ich bin auch nicht besonders hochseetauglich und gar nicht so der Wassermensch. Außer das Wasser kommt in Form von Schnee.

So richtig öko ist das Fernreisen sowieso nicht?

Das stimmt. Da habe ich mir auch ehrlich gesagt lange nicht so viele Gedanken gemacht. Das Bewusstsein ist jetzt natürlich stärker.

Was ist Dein Lieblingsort im näheren Umkreis?

Der ist im Grunde sehr unspektakulär: Es ist der Brüggelekopf, der Hausberg von Alberschwende, 1182 Meter hoch und 450 Höhenmeter von meiner Haustüre entfernt. Dort hat man wunderschöne Sonnenauf- und -untergänge; und einen Blick zum Bodensee auf der einen Seite und den gesamten Bregenzer Wald auf der anderen.

Was muss bei Dir als Wanderführer unbedingt in den Rucksack?

Das Fernglas. Abgesehen von den üblichen Sachen wie Regenjacke und Erste-Hilfe-Set, habe ich das immer dabei.

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